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Tiere brauchen keine Freiheit? – seht selbst: der Freudentanz von Stier Bandit

Huhu ihr Lieben,

heute habe ich etwas ganz ganz Wundervolles für euch! Wie ihr der Überschrift schon entnehmen könnt, geht es um einen Freudentanz, den ein Stier namens Bandit aufgeführt hat. Ein junger Stier, der zufällig von einem Aiderbichler (Pate bei der Tierrettungs-Organisation „Gut Aiderbichl“) in Anbindehaltung entdeckt wurde und auf sich aufmerksam machte, indem er sich an der Wand rieb und dessen Hand leckte. Offensichtlich litt er unter dieser grausamen Haltung.

 

Aber jetzt wurde er befreit und legte als Dank ein Freudenstänzchen in seinem neuen, dick mit Stroh ausgelegten Freilauf hin und zeigt so, wie sehr Tiere die Freiheit brauchen, wie sehr sie sowohl Leid als auch Freude empfinden können:

Seine Geschichte soll zum Nachdenken bringen. Zum Nachdenken darüber, ob es uns das wirklich wert ist. Ob das Leid der Rinder in irgendeinem Verhältnis dazu steht, dass Fleisch in Massen und so billig wie möglich zu haben sein muss…  Hier findet ihr seine Geschichte und die von noch viel mehr Tieren: http://www.gut-aiderbichl.de/page.headline.php?cid=20&redir=

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Und, was denkt ihr über Bandits Tänzchen?

glg,

Hanniballchen

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Kein Schnabelkürzen bei Legehennen mehr :)

Huhu ihr Lieben,

jaja, ich weiß, bei so schönem Wetter sitzt man nicht so viel vor dem Computer… aber diesen Artikel solltet ihr euch trotzdem noch kurz durchlesen: Es gibt nämlich einen Erfolg zu feiern!

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Fast allen Legehennen werden schon als Küken die Schnabelspitzen, in denen Nerven verlaufen, abgetrennt, um zu verhindern, dass sich die Hennen später verletzen oder sogar töten. Diese schmerzhafte Prozedur zeigt das Prinzip der Massentierhaltung sehr deutlich: anstatt die Haltungsbedingungen den Tieren anzupassen, werden die Tiere den Haltungsbedingungen angepasst. Beim Schnabelkürzen werden nicht die Ursachen (Verhaltensstörungen auf Grund von zu viel Stress und schlechten Bedingungen), sondern nur die Symptome (Federpicken und Kanibalismus) bekämpft.

Aber schon bald könnte ich genau diesen Text noch einmal schreiben, dann jedoch in der Vergangenheit! Nachdem Niedersachsen als Vorreiter das Schnabelkürzen per Erlass zum Ende 2016 verboten hat, beschloss der KAT (Verein für kontrollierte alternative Tierhaltung) nun, dass dieses Verbot für alle Betriebe gelten wird, die Eier an deutsche Supermarktketten verkaufen. Im Klartext: die Kampagne der Albert Schweitzer Stiftung war ein voller Erfolg, so dass ca. 38 Millionen deutschen und 30 Millionen ausländischen Legehennen bald keine Schnäbel mehr gekürzt werden.

Jetzt müssen natürlich auch die Haltungsbedingungen verbessert werden, damit die alten Probleme nicht gleich wieder aufkommen. Dass das wirklich umsetzbar ist, bewies 2010 schon Österreich. Obwohl dort keine Schnäbel mehr gekürzt werden, konnte das Federpicken und der Kanibalismus reduziert werden. Bessere Haltungsbedingungen bedeuten aber auch einen Preisanstieg; pro Ei mindestens 4ct mehr, die dann für Besserungen in der Aufzucht, der Beschäftigung, dem Futter etc. benutzt werden. Aber das ist es doch echt wert, oder?

Mich freut dieser Erfolg ja ganz besonders! Schließlich zeigt er doch super, dass es sich wirklich lohnt, sich für die Tiere einzusetzen!

glg,

Hanniballchen

 

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Besuch bei meiner Patenkuh „Scheggi“

Huhu ihr Lieben,

heute hab ich mal was ganz schönes für euch: diesen Samstag stattete ich nämlich meiner Patenkuh Scheggi einen Besuch ab :).

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Hä, Patenkuh? Ja, ihr habt schon richtig gehört: letztes Weihnachten bin ich Patin von einer Biokuh geworden. Das Ganze ist eine Aktion der Andechser Molkerei. Als große Molkerei für Bio-Milchprodukte stellen sie ja eine Verbindung zwischen dem Verbraucher und dem Erzeuger dar. Und diese Verbindung läuft jetzt nicht mehr nur über ihre Produkte, sondern auch über Patenschaften für die Kühe der Biohöfe. Als Pate erhält man zwei Genusspakete (mit Käse, Joghurt, Trinkjoghurt etc. der Andechser Molkerei), Infos rund um das Leben der Biokühe und die Zusicherung, dass es deine Kuh gut hat.

Und da mein Kuh, die Scheggi, ganz in der Nähe von meiner Oma lebt, habe ich sie jetzt schon das zweite Mal besucht :). Wie für einen Demeter-Betrieb zu erwarten, standen die Kühe jetzt, Anfang Sommer, auf der Weide. Diese liegt um den Stall herum, sodass die Tiere selbst entscheiden können, ob sie lieber drinnen oder draußen sein möchten. Wenn es aber nicht gerade Futter gibt, wird doch die Wiese bevorzugt. Die Scheggi ist dort wirklich nicht zu übersehen. Schließlich ist sie der einzige Schecke unter lauter Braunvieh ( sie war auf einem anderen Hof nicht gewollt und sollte geschlachtet werden, deshalb hat sie der Junior-Bauer bei sich aufgenommen). Da lag sie also mitten auf der Weide, wurde von einer anderen Kuh gepflegt… und hatte einen ganz schön dicken Bauch – in ca. zwei Wochen bekommt sie nämlich ein Kälbchen!

Ich muss sagen, dass ich wirklich ziemlich angetan bin von den Kühen. Sie waren alle sehr interessiert, kamen her und ließen sich streicheln. Und der Junior Bauer kennt sie alle, mit ihren ganz speziellen Charakteren ;). Scheggi zum Beispiel wird als „rüstige Dame, flott unterwegs“ beschrieben :D.

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Jetzt wollt ihr doch sicher auch alle so eine nette Patenkuh, oder? Dann schaut euch einfach mal hier um: http://www.kuhpatenschaft.de/

glg,

Hanniballchen

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Ein kritischer Blick auf unseren Teller

Huhu ihr Lieben,

heute möchte ich euch zeigen, mit was man ganz viel bewegen kann, bzw. eigentlich einfach bewegt. Ob man nun will oder nicht, unsere Ernährung bewirkt viel mehr als nur einen kurzen Gaumenkitzel. Keine Sorge, ich möchte euch keinesfalls um ebendiesen geschmacklichen Genuss bringen… nur zum Nachdenken… und anschließend zum Handeln :D.

Tiere, Lebewesen, die genauso fühlen wie du und ich, fristen zumeist ein kurzes, aber umso schlimmeres Dasein. Sie stehen monatelang auf ein und demselben Boden, ohne Beschäftigung, Sonne oder Platz, dafür mit Verstümmelungen, Schmerzen und Langeweile, bis sie einen nicht minder grausamen Tod sterben. Die wenigsten möchten das unterstützen, die meisten tun es. Mit jedem Stück Fleisch, das du isst, gibst du in Auftrag, dass Tiere in Mastanlagen wie Produkte behandelt werden…

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Aber das ist nicht das Einzige,  was dieses Schnitzel auf deinem Teller bewirkt:

  • Große Waldflächen werden gerodet, um dort Futtermittel für die Nutztierhaltung anzubauen.
  • Die riesigen Mengen Gülle tragen zum Waldsterben bei und verschmutzen das Grundwasser.
  • Zu viel Fleisch erhöht das Risiko für Krebs, Bluthochdruck und Diabetes.
  • 18% der weltweiten Treibhausgase werden durch die Tierhaltung verursacht.

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Aber ich bin ganz ehrlich: für mich waren diese Punkte alles nur kleine „Extras“. Ich will und kann es einfach nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, dass Tiere, nur für ein kleines Geschmackshighlight, so behandelt werden.

Und vegetarische/vegane Ernährung ist vielleicht vieles, aber ganz sicher nicht geschmacklos. Aus tierlosen Nahrungsmitteln lassen sich ganz tolle Gerichte zaubern. Einige davon präsentiere ich euch gerne demnächst auf diesem Blog. Aber ich bin nochmal ehrlich: wer auf Fleisch verzichten, verzichtet eben auch auf Fleisch. Veggie-Schnitzel schmecken nicht nach Schwein. Sie sind nicht weniger würzig, nicht weniger lecker, aber eben einfach Veggie-Schnitzel.

Aber auch wenn vieles dafür spricht, verstehe ich es auch, wenn jemand nicht komplett auf diesen Schnitzelgeschmack verzichten möchte. Aber man kann das Ganze schließlich auch im kleinen Rahmen betreiben. Eine sehr schöne Idee ist zum Beispiel der Flexitarier-Tag: dabei wird an einem Tag in der Woche einfach kein Fleisch gegessen. So entdeckt man viele gute vegetarische Gerichte, tut nebenbei den Tieren, der Umwelt und seiner Gesundheit Gutes und steigert sich vielleicht schon ganz bald auf zwei Veggie-Tage.

Aber allen, die Massentierhaltung satt haben, kann ich wirklich nur empfehlen: probiert mal eine Woche vegetarisch zu leben. Ganz ehrlich: schwierig ist das nicht; und ich habe es noch kein einziges Mal bereut, dass jetzt keine Tiere mehr für mich sterben müssen :). Alle Interessierte finden hier weitere Infos: http://www.selbst-wenn.de/

glg,

Hanniballchen

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Alles öko, oder was?

IF

Wie bereits im ersten Post vorgenommen, möchte ich in diesem Blog auch versuchen, mal etwas Licht ins Dunkel der Bio-Branche zu bringen. Immer wieder werden wir vor die Wahl gestellt: das billige Massenprodukt, um den Geldbeutel zu schonen oder das grüne Bioprodukt, um das Gewissen zu beruhigen.

„Nimm doch das Bioprodukt“, fordert das Engelchen auf deiner Schulter, „da sind die Tiere glücklich, die Umwelt sauber, die Produkte mit Liebe gemacht und es tut einfach Gutes :).“ – Aber tun sie das wirklich, sind Bio-Siegel wirklich das, was wir von ihnen erwarten? Diese Frage kann nicht so pauschal beantwortet werden, schließlich gibt es nicht nur ein Bio-Siegel, sondern ziemlich viele. Folglich auch ziemlich viele Antworten auf diese Frage.

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Grundsätzlich kann aber gesagt werden, dass man Bio auf keinen Fall mit „perfekt“ gleichsetzen darf! Bio-Lebensmittel sind, genau wie ihre konventionellen Kollegen, ein Massenprodukt mit demgleichen Preisdruck. Normgerechte Ware ohne Schönheitsfehler, große Mengen, alles zu jeder Jahreszeit – dem kann nur eine industriell organisierte Landwirtschaft gerecht werden. Zusätzlich steht es oft auch um die Kontrollen mehr schlecht als recht – schwarze Schafe sind also durchaus möglich. Aber auch wenn es immer wieder Skandale mit Bio-Produkten gibt, sollte man das ganze auf keinen Fall total verteufeln. Ganz sicher ist Bio nämlich ein sehr guter Ansatz und der Verbraucher hat durchaus die Chance schön weiße Schafe herauszusuchen. Vor allem die beiden Verbände „Demeter“ und „Bioland“ sind für ihre strengen Richtlinien bekannt.

Aber was würde unser Engelchen raten? – „Gehirn einschalten! Im Winter können bei uns keine Erdbeeren ressourcenschonend produziert werden und ein Transport über die halbe Welt ist sicher nicht umweltbewusst! Am besten, mein liebes Kind, du gehst direkt zu deinem Biobauern, überzeugst dich selbst von der Qualität seines Hofes und unterstützt so ganz sicher das, was du unterstützen möchtest. Und was du nie vergessen darfst: Qualität hat seinen Preis! Echte Qualität muss seinen Preis haben – das muss endlich anerkannt werden!“

Und für alle, die es genau wissen wollen: am 3.6. kommt auf Arte der Film „Die Bio-Illusion“. Der Artikel darüber in der Fernsehzeitschrift hat mir den Stups gegeben, diesen Post zu schreiben – der hinterfragt die ganze Bio-Geschichte nämlich schon ziemlich gut (was erwartet uns dann wohl erst beim Film ;)). Ich werde mir diese Dokumentation also auf jeden Fall anschauen und euch anschließend darüber berichten.

IF

Was denkt ihr denn über Bio – oder doch nicht Bio?

glg,

Hanniballchen

Kurzmitteilung
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Im letzten Post hab ich doch von der Protestaktion des Deutschen Tierschutzbundes zur Kennzeichnungspflicht von Eiprodukten berichtet. Bis aber endlich umgesetzt wird, dass auf Tierprodukten draufsteht, aus welcher Haltungsform die Eier stammen, schafft die Albert Schweitzer Stiftung Klarheit.

Viele deutsche Tierschutzorganisationen kämpfen in der Kampagne „Deutschland wird käfigfrei“ dafür, dass keine Käfigeier mehr verwendet werden. Dazu führen sie seit 2009 mit verschiedenen Unternehmen Gespräche und versuchen sie davon zu überzeugen, käfigfrei zu werden. Über 200 Unternehmen haben daraufhin schon ihren Ausstieg aus der Verwendung von Käfigeiern erklärt. Erst vor Kurzem folgten die Firmen Escoffier, Homann Feinkost, McCain und Mövenpick. Natürlich ist der Umstieg auf Bodenhaltung keine wirklich gute Lösung, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.

Aber was bringt es, wenn zwar immer mehr Unternehmen käfigfrei werden, jedoch niemand weiß, welche Firmen denn jetzt welche Eier verwenden? Das hat sich die Albert Schweitzer Stiftung wohl auch gedacht und promt Listen erstellt, die für Transparenz sorgen. Nach verschiedenen Bereichen sortiert sind hier die Unternehmen aufgeführt, bei denen klar ist, welche Eier sie hernehmen: http://albert-schweitzer-stiftung.de/kampagnen/kaefigfrei.

Das ist doch mal eine super Hilfestellung zum Gutes tun, oder? Schaut nach, welche Firmen käfigfrei sind und unterstützt sie mit eurem Einkauf, bzw. boyottiert diejenigen, denen die Tiere egal sind. Also, lasst und gemeinsam ein Zeichen setzen, dass Tierqual hier nicht mehr erwünscht ist! 🙂

glg,

Hanniballchen