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Eilmeldung – Tierquälerei vor Gericht bringen!

Huhu meine Lieben,

stellt euch mal folgende Situation vor: ein Tierschützer bekommt mit, dass jemand seine Tiere quält, er macht denjenigen darauf aufmerksam, dieser blockt jedoch einfach ab. Was nun? Denn in den meisten Bundesländern ist es Tierschutzorganisationen verboten, vor Gericht für die Tiere zu kämpfen!

https://albert-schweitzer-stiftung.de/as/uploads/klagerecht-header-web-700x140.jpg

Das soll geändert werden und das finde nicht nur ich, sondern zum Beispiel auch die Albert Schweitzer Stiftung. In Niedersachsen, einer Hochburg der Agrarindustrie ist es auch schon fast gelungen, ein starkes Klagerecht für Tierschützer einzuführen, doch jetzt stellt sich die SPD quer. Ursprünglich hatten sie die Forderung zwar befürwortet, doch jetzt wurde sie wohl von der Tiernutzungslobby umgestimmt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass schon nächste Woche Nägel mit Köpfen gemacht werden, also unterzeichnet alle diesen Eil-Appell: https://albert-schweitzer-stiftung.de/helfen/petitionen/starkes-klagerecht-jetzt

Je mehr Menschen die SPD-Spitze aufrufen, sich stärker für die Tiere einzusetzen, desto höher sind die Chancen, dass doch noch ein starkes Klagerecht für Tierschützer eingeführt wird :). Zumindest in Niedersachsen…

glg,

Hanniballchen

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Kein Schnabelkürzen bei Legehennen mehr :)

Huhu ihr Lieben,

jaja, ich weiß, bei so schönem Wetter sitzt man nicht so viel vor dem Computer… aber diesen Artikel solltet ihr euch trotzdem noch kurz durchlesen: Es gibt nämlich einen Erfolg zu feiern!

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Fast allen Legehennen werden schon als Küken die Schnabelspitzen, in denen Nerven verlaufen, abgetrennt, um zu verhindern, dass sich die Hennen später verletzen oder sogar töten. Diese schmerzhafte Prozedur zeigt das Prinzip der Massentierhaltung sehr deutlich: anstatt die Haltungsbedingungen den Tieren anzupassen, werden die Tiere den Haltungsbedingungen angepasst. Beim Schnabelkürzen werden nicht die Ursachen (Verhaltensstörungen auf Grund von zu viel Stress und schlechten Bedingungen), sondern nur die Symptome (Federpicken und Kanibalismus) bekämpft.

Aber schon bald könnte ich genau diesen Text noch einmal schreiben, dann jedoch in der Vergangenheit! Nachdem Niedersachsen als Vorreiter das Schnabelkürzen per Erlass zum Ende 2016 verboten hat, beschloss der KAT (Verein für kontrollierte alternative Tierhaltung) nun, dass dieses Verbot für alle Betriebe gelten wird, die Eier an deutsche Supermarktketten verkaufen. Im Klartext: die Kampagne der Albert Schweitzer Stiftung war ein voller Erfolg, so dass ca. 38 Millionen deutschen und 30 Millionen ausländischen Legehennen bald keine Schnäbel mehr gekürzt werden.

Jetzt müssen natürlich auch die Haltungsbedingungen verbessert werden, damit die alten Probleme nicht gleich wieder aufkommen. Dass das wirklich umsetzbar ist, bewies 2010 schon Österreich. Obwohl dort keine Schnäbel mehr gekürzt werden, konnte das Federpicken und der Kanibalismus reduziert werden. Bessere Haltungsbedingungen bedeuten aber auch einen Preisanstieg; pro Ei mindestens 4ct mehr, die dann für Besserungen in der Aufzucht, der Beschäftigung, dem Futter etc. benutzt werden. Aber das ist es doch echt wert, oder?

Mich freut dieser Erfolg ja ganz besonders! Schließlich zeigt er doch super, dass es sich wirklich lohnt, sich für die Tiere einzusetzen!

glg,

Hanniballchen

 

Kurzmitteilung
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Im letzten Post hab ich doch von der Protestaktion des Deutschen Tierschutzbundes zur Kennzeichnungspflicht von Eiprodukten berichtet. Bis aber endlich umgesetzt wird, dass auf Tierprodukten draufsteht, aus welcher Haltungsform die Eier stammen, schafft die Albert Schweitzer Stiftung Klarheit.

Viele deutsche Tierschutzorganisationen kämpfen in der Kampagne „Deutschland wird käfigfrei“ dafür, dass keine Käfigeier mehr verwendet werden. Dazu führen sie seit 2009 mit verschiedenen Unternehmen Gespräche und versuchen sie davon zu überzeugen, käfigfrei zu werden. Über 200 Unternehmen haben daraufhin schon ihren Ausstieg aus der Verwendung von Käfigeiern erklärt. Erst vor Kurzem folgten die Firmen Escoffier, Homann Feinkost, McCain und Mövenpick. Natürlich ist der Umstieg auf Bodenhaltung keine wirklich gute Lösung, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.

Aber was bringt es, wenn zwar immer mehr Unternehmen käfigfrei werden, jedoch niemand weiß, welche Firmen denn jetzt welche Eier verwenden? Das hat sich die Albert Schweitzer Stiftung wohl auch gedacht und promt Listen erstellt, die für Transparenz sorgen. Nach verschiedenen Bereichen sortiert sind hier die Unternehmen aufgeführt, bei denen klar ist, welche Eier sie hernehmen: http://albert-schweitzer-stiftung.de/kampagnen/kaefigfrei.

Das ist doch mal eine super Hilfestellung zum Gutes tun, oder? Schaut nach, welche Firmen käfigfrei sind und unterstützt sie mit eurem Einkauf, bzw. boyottiert diejenigen, denen die Tiere egal sind. Also, lasst und gemeinsam ein Zeichen setzen, dass Tierqual hier nicht mehr erwünscht ist! 🙂

glg,

Hanniballchen