Mein Weg in den Tod ist die Hölle – LKWs gegen Tiertransporte

Kampagnenmotiv_Tiertransporte_TB_06

Versetzen wir uns doch zu Beginn mal kurz in die Lage eines Kälbchens, nennen wir es mal Max, das wegen seines Fleisches geboren wurde (in wirklich hat Max natürlich keinen Namen, sondern eine Zahl, die er an seinem Ohr trägt – zur besseren Übersicht). Gleich nach seiner Geburt in Bayern wird Max von seiner Mutter getrennt und in einen engen und dunklen Transporter verfrachtet. Angst, Hitze und Enge machen die Fahrt für ihn schon zu einer wahren Tortur, obwohl es nur ein sehr kurzer Transport ist. Bis nach Niedersachsen geht es, wo Max dann ca. fünf Monate lang die ganze Zeit auf demselben Stück Spaltenboden stehen darf. Anschließend wird er wieder in einen Tiertransporter verfrachtet. Aber dieser Trip sollte ganz anders werden als der erste. In einem Doppeldecker diesmal – weit weg, bis nach Italien. In einer unnatürlichen Körperhaltung, damit sein Kopf nicht an die niedrige Decke des doppelstöckigen Transporters stößt, steht Max also da. Aber nicht lange, denn schon bei der ersten Kurve passiert es: er verliert das Gleichgewicht und stürzt auf den harten Boden. Diese Fahrt zum Schlachthof sollte für Max wirklich die Hölle werden. Enge, Stress, unerträgliche Hitze, Durst und seine schmerzenden Verletzungen setzen dem Jungtier auf der tagelangen Fahrt so stark zu, dass es bei seiner Ankunft völlig entkräftet zusammenbricht…

Aber was ist es, was als ausreichender Grund gilt, um Tiere derartigen Qualen auszusetzen? Warum wurde Max nicht dort gemästet und geschlachtet, wo er auch geboren wurde? Es gibt eine ganz einfache Antwort auf diese Fragen: Geld. In Niedersachsen ist das Futter einfach billiger; in Italien ist das Schlachten so günstig wie sonst nirgends. Das und ähnliches ist für den Menschen Grund genug, um jedes Jahr rund 4oo Millionen Tieren den Weg in den Tod zur Hölle zu machen.

Tiertransporte – etwas, was sehr viele Menschen für vermeidbare Tierquälerei halten. Im Zuge der Kampagne „8hours“ sind mehr als 1,1 Millionen Stimmen für eine zeitliche Begrenzung von Tiertransporten zusammen gekommen. Und obwohl auch die Mehrheit der EU-Parlamentsabgeordneten dafür unterschrieb, bewirt hat die ganze Kampagne dann doch nichts – irgendwer war wohl doch nicht zufrieden mit der Änderung (wenn ich mich recht errinnere hieß es dabei, dass schlechte Auswirkungen auf die Ernährungssituation in Deutschland befürchtet werden ^^). Das einzige, was also erreicht wurde ist, dass die Menschen auf die Tiertransporte aufmerksam geworden sind. Die Mehrheit weiß jetzt über die tierquälerischen Zustände Bescheid und kann selbst entscheiden, wie gehandelt werden soll.

Und der Kampf gegen tagelange Tiertransporte ist natürlich noch lange nicht zu Ende. Erst jetzt gerade beginnt der Deutsche Tierschutzbund damit, LKW-Planen mit dem Mein.Weg.in.den.Tod.ist.die.Hölle-Aufruck zu versehen und durch ganz Deutschland zu schicken. Schließlich müssen die Menschen immer wieder an Missstände errinnert werden, damit sich überhaupt etwas tut. Hier könnt ihr euch die ersten Fahrten der LKWs anschauen: http://www.tierschutzbund.de/kampagne-tiertransporte.html

Aber auch der Verbraucher selbst, kann etwas gegen diese Tiertransporte tun. Eine sehr simple Möglichkeit wäre es, beim Kauf von Fleisch darauf zu achten, dass bei „Geboren in…“, „Gemästet in…“ und „Geschlachtet in…“ dasselbe Land (am besten D für Deutschland) steht. Auch beim Kauf von Bio-Fleisch kann man auf bessere Behandlung beim Transport hoffen. Die tierfreundlichste Methode ist es wohl überhaupt kein Fleisch mehr zu essen. Oder man fordert die zuständigen EU-Komissare dazu auf, etwas zu ändern. Das wäre beispielsweise hier über den Deutschen Tierschutzbund möglich: http://www.tierschutzbund.de/aktion/kampagnen/landwirtschaft/stoppt-tiertransporte/aktiv-werden-gegen-tiertransporte.html

So, das wars erst mal von meiner Seite. Ich würde mich sehr über eure Meinung zum Thema Tiertransporte freuen :).

glg,

Hanniballchen

 

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