Gutes tun zu Ostern

Hallihallo,

Ostern steht vor der Tür und damit landen wohl wieder Massen an Eiern auf dem Tisch. Das ist ja auch ein alter Brauch und den möchte ich hier gar nicht kritisieren. Aber vielleicht habt ihr ja in den Feiertagen auch mal kurz Zeit, an die Tiere zu denken. Hier wären auf jeden Fall ein paar Tipps, wie man zum Fest nicht nur andere Menschen, sondern auch die Tiere glücklich machen kann ;).

  •  Eier selbst bemalen! Gekaufte Ostereier stammen fast immer aus Käfighaltung und es ist auch ungewiss, was da für Farben verwendet wurden… Außerdem macht das Eierbemalen (am besten im Kreise der Familie) doch auch richtig Spaß! Nehmt euch also die Zeit und lasst eurer Kreativität freien Lauf 😀
  • Bitte kein Kaninchenbraten! Er ist vielleicht Tradition und eventuell schmeckt er sogar, aber bitte verzichtet auf den Kaninchenbraten. Seit 2013 gibt es zwar eine Verordnung zur Kaninchenmast, aber diese ist eindeutig noch völlig unzureichend. Immer noch fristen 25 Millionen Mastkaninchen in Deutschland ihr Leben in engen Drahtkäfigen. Es gibt aber so viele leckere tierfreundliche Alternativen – vegetarisch, vegan oder mit Bio-Fleisch – mit garantiert glücklichen Gästen und Tieren 🙂
  • Eier, für viele ein ganz wichtiges Produkt zu Ostern. Nicht nur pur zum Frühstück, sondern auch in Osterkränzen, Hefegebäck oder Festtagstorten zum Kaffee kommen sie zum Einsatz. Wenn ihr nicht wollt, dass viele Hennen für diesen einen Tag leiden mussten, solltet ihr auf jeden Fall auf eine gute Bio-Qualität achten. Aber auch auf den meisten Biobetrieben werden die Brüder der Legehennen gleich nach der Geburt getötet… naja, wie weit der Tierschutz gehen sollte, muss jeder für sich selbst entscheiden.
  • Kennzeichnungspflicht fordern! Backmischungen, Nudeln, Fertiggebäck, Eierlikör, vorgefärbte Ostereier… in all diesen Produkten sind Eier enthalten. Aber welche? Käfig-, Boden-, Freiland- oder Biohaltung? Das verschweigen uns die Hersteller vorsichtshalber mal ^^ Für Ei-Produkte gibt es nämlich noch keine Kennzeichnungspflicht, was zur Folge hat, dass die meisten billige Käfigeier verwenden… (schließlich muss man sich ja für nichts rechtfertigen…). Ehrlich gesagt, finde ich es eine ziemliche Frechheit, dass man als Verbraucher keine Chance hat, heraus zu finden, was für Eier verarbeitet wurden! Immer mehr Menschen möchten diese tierquälerische Haltung nicht unterstützen und kaufen keine Käfigeier mehr, das würde sicher auch bei anderen gekennzeichneten Produkten funktionieren. Hier geht es zur Protestaktion des Deutschen Tierschutzbundes ganz nach dem Motto „Wo Tierqual drin ist, muss auch Tierqual draufstehen“: http://www.tierschutzbund.de/protestieren-ei-produkte.html (da gibt es auch noch viel mehr Infos über Eier, Hühner und die Macht der Verbraucher)
  • Vorsicht beim Osterfeuer! Traditionell wird in der Osternacht zum Gottesdienst oft ein Osterfeuer entzündet. Ein echt tolles Ereignis, aber damit es nicht tödlich endet, sollte man den Holz-/Reisighaufen vor dem Anünden nochmal umschichten. Für Igel und andere kleine Tiere stellt er nämlich einen perfekten Unterschlupf dar, so lange, bis es plötzlich heiß wird…

So, das wars erstmal von meiner Seite :). Wenn euch noch mehr Tipps für ein tierfreundliches Osterfest einfallen, nur her damit!

glg,

Hanniballchen

 

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2 Gedanken zu “Gutes tun zu Ostern

  1. Fleisch esse ich schon lange nicht mehr – also bei mir ist Ostern ohne Kaninchenbraten!
    Auch finde ich grundsätzlich gut und mache ich selber auch schon: nur Eier aus Freilandhaltung verwenden.
    Was mich je länger je mehr vom Eierkonsum überhaupt abhält, ist, dass Millionen von männlichen Küken lebendig geschreddert werden, weil sie keine Eier legen und für Fleischproduktion auch nicht geeignet sind!
    In der Schweiz forscht zur Zeit COOP an einer Hühnerrasse, die Eier- UND Fleischproduktion geeignet ist. So würden wenigstens die Küken nicht „ungenutzt“ sterben…
    Liebe Ostergrüsse von Rotkäppchen

    • Huhu Rotkäppchen,
      ja, Fleisch ess ich auch keins und bei meiner Familie kommt auch nie Kaninchen auf den Tisch. Toll, dass du auch vegetarisch lebst :).
      Ich finde es auch soo schrecklich, was mit den Küken passiert!! Kennst du eigentlich die Hermannsdorfer Landwerkstätten? Das ist ein „richtiger“ Biohof, so mit Schweinen auf der Wiese, Fünf-Felder-Wirtschaft und eben auch solchen alten Hühnerrassen. Weil früher wurden die Hühner ja auch zur Eier- und Fleischgewinnung genutzt. Vielleicht schreib ich darüber auch mal was.
      glg,
      Hanniballchen

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